Bewegende Begegnungen - Menschen in Verbindung bringen
Susanne Thuswohl, Caritas&Du
Interview Transkript -
Mein Name ist Susanne Thuswohl, ich bin von der Caritas die Regionalkoordinatorin für die Südoststeiermark. Ich bin schon seit 20 Jahren bei der Caritas und habe doch schon Erfahrung gemacht mit älteren Personen, indem ich 17 Jahre lang Hausleitung war von einem Pflegewohnhaus und jetzt seit gut zweieinhalb Jahren eben in der Regionalkoordination. Zu meinem Projekt selber, mein Projekt heißt Bewegende Begegnungen – Menschen in Verbindung bringen.
Das ist ein unterstütztes Projekt vom Fond Gesundes Österreich und vom Bundesministerium, wo die Caritas Österreich eingereicht hat und mit sechs Bundesländern sind wir dort vertreten und eben in der Steiermark mit zwölf Pilotgemeinden oder auch Regionen. Das ist zum einen in Graz und zum anderen auch in der Weststeiermark und Südoststeiermark und da sind wir die Koordinatoren zu diesem Projekt. Das Projekt zielt eigentlich auf die Einsamkeit aus, dem entgegenzuwirken.
Einfach dort ein gutes Konzept zu entwickeln, dass man wieder ein Bewusstsein für die Sozialorientierung, für die Caring Community bringt und auch erarbeitet oder zur Verfügung zu stellen und auch Aktionen zu planen und die gesellschaftliche oder soziale Teilhabe diesbezüglich wieder zu fördern. Gerade speziell für vulnerable Gruppen, für ältere Personen, dass da Angebote gesetzt werden und dass vor allem die Personen gesehen werden und gehört werden und wieder einen Platz in ihrer Gesellschaft oder auch in der sozialen Teilhabe zu bekommen.
Es geht ganz klar um die Einsamkeit. Wichtig ist es einfach auch verschiedene Konzepte zu erstellen, die Sozialraumorientierung und Netzwerke gut zu knüpfen, Angebote und Aktionen zu planen und auch soziale Teilhabe wiederum zu fördern. Da ist es mir einfach wichtig, dass ich zu Personen gehe, die eben vor dem betroffen sind, dass sie individuell nach ihren Wünschen und Bedürfnissen und auch vor allem vor Ort Aktivitäten setze, damit sie wieder soziale Teilhabe haben. Wichtig ist es auch, durch das, dass sie diese Aktionen setzt, motiviere ich schlussendlich wiederum das Umfeld, das Thema Einsamkeit ein bisschen zu sensibilisieren und wieder genau hinzuschauen und auch die älteren Personen wieder gehört und gesehen zu haben.
Und das ist mir einfach auch wichtig, dadurch auch gute Vernetzungen zu machen mit anderen Systempartnern, wie zum Beispiel Gemeinden oder auch Pfarrern oder auch eben diese, die sich ehrenamtlich und sozial engagieren, um eben dort wieder ein Engagement zu haben, damit wir die Ressourcen der älteren Personen oder vulnerablen Personen wieder gut erkennen, sie stärken und vor allem, dass sie an dem, was wir an Aktivitäten machen, wieder gut Teilhabe haben können. In meinem Projekt, was ich jetzt zum Beispiel mache, das ist jetzt nicht ein neu erfundenes Projekt. Das sind Projekte, die schon in anderen Bundesländern und in anderen Orten eigentlich gut Platz gefunden haben.
Einmal geht es besser, einmal geht es weniger gut. Aber ich denke einfach, es geht noch einmal gut hinzuschauen, was habe ich in meiner Region, was brauchen meine Leute, das ist von Region zu Region unterschiedlich. Und da wirklich passgenau etwas zu finden, wo ich sage, ich lade sie dazu ein.
Ob jetzt das so ein typisches Erzählcafé ist, wo ich vielleicht einen Gast dabei habe oder auch nicht. Oder wo sich eigentlich die Themen durch das Gespräch selber ergeben. Oder auch so eine Art Plauderbankerl, egal wo eigentlich auch im Ort, ob das zentral im Ort ist.
Aber ich möchte gerne versuchen, eben auch bei den Friedhöfen, wo ich doch viele Personen erreiche, wo es einfach einen Bedarf auch gibt, viel zu sprechen, jemanden zu haben, der einfach zuhört. Ich denke, das niederschwellige, einfache Angebot soll jederzeit immer da sein, dass man das wahrnehmen kann. Die Zielgruppe an sich sind eigentlich ältere Personen und auch vulnerable Gruppen, die nicht wirklich die Möglichkeit haben, im sozialen Leben gut teilzunehmen aufgrund von einer Krankheit oder sonstigen Gründen schlussendlich. Gleichzeitig aber auch viele freiwillige Personen, die durchaus sagen, ich habe die Zeit und die Muße und ich möchte mich sozial beteiligen und kann mir gut vorstellen, dort gut mitzuwirken. Und da selber schaue ich natürlich auch dazu, dass ich vielleicht auch Systempartner, nicht nur Einzelpersonen oder auch Gruppen dazu bringe, das Thema ständig zu sensibilisieren.
Dass ich da Workshops anbiete und dass wir da einfach einen guten Blick auf die Caring Community haben, was eigentlich ja jeder haben soll. Wo ich jetzt sage, wenn es die Gemeinde ist, vielleicht irgendwo einmal bei einer Gemeinderatssitzung oder aber auch Pfarrer. Ich denke, im Pastoralplan ist es ja verankert auch durchaus, dass wir einfach diese Aufgabe haben und dass das jedermann eigentlich angeht und dass das Teil unseres Lebens sein sollte.
Und ich denke mir einfach, ich finde es eine super Idee, eine Plattform zu haben, wo ich einfach alles drauf finde. Ob das jetzt Netzwerke sind, ob das jetzt Aktivitäten sind oder Konzepte für Aktivitäten. Es ist ein ständiger Austausch möglich.
Es gibt so viele Möglichkeiten für das Thema, was die Lebensqualität älterer Personen anlangt, dass man sich da ein Know-how holt und dass man sich dort beteiligen kann. Das finde ich einfach eine tolle Sache. Und ich denke, heutzutage sind die Senioren auch schon sehr fit, dass ich sage, man kann auch auf eine App schauen oder man kann auch auf eine Plattform schauen, um eben solche Angebote herauszuholen.
Und da finde ich das natürlich ganz toll, weil die Com(p)AGE ist ja nicht nur in der Steiermark, die ist ja in Österreich bzw. Wien und auch über den Österreich-Tellerrand hinaus. Und das finde ich eigentlich toll, weil man kann da eigentlich davon nur profitieren.
Also ich verspreche mir das auch, dass ich davon profitieren kann, weil ich einfach viele Ideen und auch andere Zugänge vielleicht auch sehe oder kennenlerne, wo man durchaus überlegen kann, vielleicht geht ja eine Sache einmal anders ganz gut und ich probiere es einmal vielleicht auch auf eine ganz andere Art und Weise und erreiche damit vielleicht auch den einen oder anderen besser.
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