Viele Menschen freuen sich auf die Pension. Endlich mehr
Zeit, weniger Termine und mehr Freiheit. Doch für manche kommt nach den ersten
aktiven Monaten des Hochs eine Art innere Leere. Genau hier kann einem
Freiwilligenarbeit guttun. Sie gibt dem Tag Struktur, bringt Kontakt mit
anderen Menschen und schafft das Gefühl, gebraucht zu werden.
Freiwilligenarbeit bedeutet: Man hilft freiwillig mit, ohne
Bezahlung, aber mit Sinn. Das kann ein paar Stunden pro Woche sein oder auch
nur gelegentlich. Wichtig ist nicht die Menge, sondern dass die Aufgabe zu den
eigenen Kräften und Interessen passt.
Welche Rolle hat man dabei?
In der Freiwilligenarbeit kann man unterschiedliche Rollen
übernehmen. Manche Menschen möchten direkt mit anderen Menschen arbeiten, zum
Beispiel zuhören, begleiten oder unterstützen. Andere helfen lieber im
Hintergrund, organisieren, telefonieren oder übernehmen praktische Aufgaben.
Die Rolle ist also nicht immer die gleiche. Viele ältere
Menschen bringen dabei etwas mit, das sehr wertvoll ist: Lebenserfahrung,
Geduld, Verlässlichkeit und Einfühlungsvermögen. Genau das ist in vielen
Projekten, die in der Freiwilligenarbeit durchgeführt werden, besonders
gefragt.
Freiwilligenarbeit ist dabei für beide Seiten gut. Die
Gemeinschaft profitiert, weil Menschen Unterstützung bekommen, die allein
vielleicht schwer zurechtkämen. Gleichzeitig profitieren auch die Freiwilligen
selbst. Studien und Fachtexte zeigen, dass freiwilliges Engagement soziale
Teilhabe, Tagesstruktur, Sinn und Aktivität fördern kann.
Welche Möglichkeiten gibt es?
Die Möglichkeiten sind sehr vielfältig. Man kann sich
sozial, kulturell, praktisch oder organisatorisch engagieren. Hier einige
Beispiele:
·
Besuchsdienste für ältere Menschen.
·
Vorlesen, Gespräche führen oder gemeinsam
singen.
·
Begleitung bei Ausflügen oder Terminen.
·
Mithilfe in Pensionistenklubs oder
Nachbarschaftsprojekten.
·
Telefonische Unterstützung und Beratung.
·
Essen auf Rädern oder andere praktische Hilfen.
·
Mitarbeit in Vereinen, Kirchen, Kulturgruppen
oder sozialen Organisationen.
·
Lesepatenschaften oder Lernhilfe für Kinder und
Jugendliche.
·
Engagement im Umwelt-, Tier- oder
Gemeindebereich.
Wie findet man das Richtige?
Am besten fragt man sich zuerst: Was kann ich gut? Was macht
mir Freude? Wie viel Zeit möchte ich geben? Möchte ich allein arbeiten oder im
Team? Möchte ich lieber mit Kindern, mit älteren Menschen oder in einem anderen
Bereich helfen?
Danach kann man bei Vereinen, Freiwilligenzentren,
Gemeinden, sozialen Organisationen oder Ehrenamtsbörsen nachfragen. Viele
Stellen erklären genau, welche Aufgaben es gibt und wie viel Zeit nötig ist. So
kann man in Ruhe schauen, was passt. Wichtig ist: Freiwilligenarbeit soll
guttun, nicht überfordern.
Worauf sollte man achten?
Auch im Ehrenamt gilt: Die Aufgabe muss zur eigenen
Gesundheit und den eigenen Interessen passen. Wer wenig Zeit hat, sollte lieber
kleinere Aufgaben übernehmen. Es ist völlig in Ordnung, Grenzen zu setzen.
Gut ist auch, ehrlich über die eigenen Fähigkeiten zu
sprechen. So lässt sich vermeiden, dass man sich übernimmt. Freiwilligenarbeit
soll Freude machen und nicht stressen. Wer merkt, dass es zu viel wird, darf
auch wieder kürzertreten.
Freiwilligenarbeit in der Pension ist mehr als nur
Beschäftigung. Sie kann Sinn geben, Menschen verbinden und den Alltag lebendig
halten. Viele Menschen erleben das Ehrenamt als Bereicherung. Sie geben etwas
weiter und bekommen gleichzeitig viel zurück.
Wer sich engagiert, bleibt in Bewegung — im Kopf, im Herz und mit den Händen.
Quellen:
https://www.oesterreich.gv.at/de/themen/hilfe_leisten/3/Seite.2980026
https://fgoe.org/Gesunde_Nachbarschaft
https://www.freiwillig-engagiert.at/bereiche/aeltere_menschen
https://pixabay.com/de/photos/zusammen-h%c3%a4nde-gebet-ber%c3%bchren-5928481/
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