Stress gehört zum Leben dazu. Er ist zunächst nichts
Schlimmes – er ist eine natürliche Reaktion des Körpers auf Anforderungen.
Kurzfristig kann Stress uns sogar wachsam und leistungsfähig machen. Schwierig
wird es erst, wenn die Anspannung nicht mehr abklingt und der Körper dauerhaft
im Alarmzustand bleibt. Typische Zeichen dafür sind innere Unruhe,
Verspannungen, Schlafprobleme oder Konzentrationsschwierigkeiten.
Die gute Nachricht: Man muss dem Stress nicht mit großen
Veränderungen begegnen. Oft reichen kleine, feste Routinen, die man regelmäßig
in den Tag einbaut.
Warum kleine Routinen so wirksam sind
Routinen schaffen Verlässlichkeit. Wer weiß, was als
Nächstes kommt, muss weniger entscheiden – und genau das entlastet das Gehirn.
Feste Abläufe geben zudem ein Gefühl von Selbstwirksamkeit: das Gefühl, den
eigenen Tag aktiv zu gestalten, statt nur auf Ereignisse zu reagieren.
Regelmäßige kleine Entspannungsmomente senken nachweislich den Blutdruck und
das Stresshormon Cortisol. Menschen, die feste Entspannungsroutinen pflegen,
berichten seltener von Erschöpfung.
Beispiele für kleine Routinen im Alltag
Bewegung, auch in kleinen Portionen. Man muss nicht
joggen gehen – schon ein täglicher Spaziergang oder ein paar Treppenstufen
statt des Aufzugs helfen, Stresshormone abzubauen und auf andere Gedanken zu
kommen.
Feste Pausen. Ein kurzer Moment am Fenster, eine
Tasse Tee in Ruhe, ein paar Minuten ohne Aufgabe – solche Miniauszeiten
unterbrechen den Alltagsdruck.
Ein Abendritual. Immer zur gleichen Zeit den Tag
ausklingen lassen, zum Beispiel mit Lesen oder einem kurzen Rückblick, hilft
dem Körper, sich auf Ruhe einzustellen.
Bewusstes Atmen. Wer in einem Moment der Anspannung
vier Sekunden einatmet und sechs Sekunden ausatmet, kann die Körperreaktion
spürbar beruhigen.
Kontakt zu anderen Menschen. Ein kurzes Gespräch,
eine Umarmung oder ein Telefonat wirken nachweislich beruhigend, weil dabei das
Wohlfühlhormon Oxytocin ausgeschüttet wird.
Am wichtigsten ist: Klein anfangen und dranbleiben
Der wichtigste Rat lautet: nicht zu viel auf einmal wollen.
Eine einzige neue Routine, die wirklich in den Alltag passt, bringt mehr als
zehn gute Vorsätze, die nach drei Tagen wieder aufgegeben werden. Am besten
wählt man eine Routine aus, testet sie eine Weile und beobachtet, wie sie
wirkt.
Wichtig ist auch: Stress ist kein persönliches Versagen,
sondern ein Signal des Körpers. Es lohnt sich, auf dieses Signal zu hören und
ihm mit kleinen, aber regelmäßigen Schritten zu begegnen.
Wer sich für andere engagiert, trägt oft zusätzliche
Verantwortung – umso wichtiger ist es, auch für sich selbst kleine Inseln der
Ruhe einzuplanen. Nur wer selbst nicht ständig unter Strom steht, kann auf
Dauer auch für andere gut da sein.
Quellen:
https://fip-institut.de/gesunde-routine-gegen-stress/
https://www.geofarm.ch/kleine-routinen-die-den-alltag-messbar-entspannen/
https://drinkag1.com/de-eu/blog/post/routinen-gegen-stress-5-gewohnheiten
Das
Coaching Magazin: „Stress reduzieren im Alltag: Kleine Routinen, die sofort
helfen", https://www.das-coaching-magazin.de/artikel/stress-reduzieren-im-alltag-kleine-routinen-die-sofort-helfen.html
Bild:
https://pixabay.com/de/photos/kaffee-kaffetasse-sammeltasse-tasse-4633723/