Das Zala-Modell – aus lokalem Bedarf entstandene fachliche
Zusammenarbeit
Wie lässt sich aus einem vor Ort erkannten Kompetenzdefizit
ein funktionierendes Ausbildungsangebot und eine dauerhafte fachliche Partnerschaft entwickeln? Die Praxis in Zala zeigt,
wie Sozialfürsorge, berufliche Bildung, Gesundheitswesen und
Hochschulbildung miteinander verknüpft werden können.
Ich schaue mir
die methodischen Schritte an ↓
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Das Zalai-Modell HU · DE · EN
Fachartikel
Auf lokale Bedürfnisse zugeschnittene Ausbildung und fachliche
Zusammenarbeit in der Altenpflege
Die Bezirksaußenstelle Zala der Generaldirektion für Soziales und Kinderschutz
verbindet auf der Grundlage einer lokalen Bedarfsanalyse die
Sozialeinrichtungen, die berufliche Bildung, das Gesundheitswesen und die Hochschulbildung miteinander.
Zunächst wird genau ermittelt, welche Kenntnisse fehlen, und anschließend werden
der passende Partner und die geeignete Ausbildungsform gefunden.
3
zu Hause in Zalaegerszeg
265
Kapazität
120 Personen
beschäftigte Fachkräfte
> 85 %
qualifizierte Mitarbeiter
Von lokalen Herausforderungen zu Entwicklungsaufgaben
Ausgehend von den tatsächlichen institutionellen Bedürfnissen
Aufgrund der aus vielen kleinen Dörfern bestehenden Siedlungsstruktur des Landkreises Zala stellt die
Erreichbarkeit von Versorgungsangeboten an sich schon eine organisatorische Herausforderung dar. Hinzu kommen der
Fachkräftemangel im Sozialbereich und die immer komplexer werdenden
Kompetenzanforderungen in der Altenpflege.
Dem Ausbildungsportfolio ging eine Bedarfs- und Bedarfsanalyse voraus
. Man ging nicht davon aus, welche Kurse verfügbar sind, sondern davon, welche
im täglichen Betrieb der Einrichtungen welches Wissen fehlt.
ZALA · · · ÖSTERREICH
Interreg Com(p)AGE – grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Österreich und Ungarn
Das Ausbildungsportfolio basiert auf den tatsächlichen Bedürfnissen der Einrichtungen
Abgestimmte fachliche Zusammenarbeit
Ausbildung zum Sozialpfleger und zur Pflegekraft
Nach der Ausbildung zur Steigerung der Berufsqualifikationsquote rückte die
Entwicklung spezieller Kompetenzen in den Vordergrund.
Ausbildung zum Demenzbetreuer
Die 17 Teilnehmer der ersten, 600-stündigen Ausbildung
abgelegt, woraufhin eine neue Gruppe mit 25 Teilnehmern startete.
Allgemeine Pflege- und Gesundheitsassistenz
An dem Programm nahmen 17 Mitarbeiter teil, die fast 700 Stunden
praktische Erfahrung im Krankenhaus sammelten.
Ausbildung zum Physiotherapeuten
Die Studierenden sammeln Erfahrungen in einem realen institutionellen Umfeld
Erfahrungen, während die Einrichtung an hochschulisches Wissen angebunden ist.
Das Partnerschaftsmodell ist entscheidend
Die soziale Einrichtung ermittelt den Bedarf, die berufliche Bildung
stellt den Ausbildungsrahmen bereit, und das Gesundheitswesen liefert das Fachwissen und
das praktische Umfeld.



Auch die Hochschulbildung ist Teil des Fachnetzwerks
Bewegung und Teilhabe sollen eine positive Erfahrung bleiben
Die Anwesenheit eines Physiotherapeuten stärkt einen wichtigen Pflegeansatz
: Man muss nicht alles anstelle des älteren Menschen erledigen. Das Ziel ist es,
ihn dabei zu unterstützen, seine eigenen Fähigkeiten so lange wie möglich zu nutzen.
Im Seniorenheim „Levendula“, Weizenblume und Vergissmeinnicht-Seniorenheim
tragen Bewegungsübungen, Aufgaben zur Gedächtnisförderung, Tischtennis und Aktivitäten mit Hunden
dazu bei, die Aktivität aufrechtzuerhalten.
Der Schlüssel zum Modell
Es werden keine Kurse, sondern ein System aufgebaut
Die soziale Einrichtung ist kein passiver Auftraggeber. Sie beteiligt sich
an der Problemdefinition, sucht Partner, bringt ihr eigenes praktisches Wissen
in die Ausbildung ein, stellt Räumlichkeiten zur Verfügung und beobachtet anschließend, wie die neuen
Kompetenz genutzt wird.
1
Bedarfsanalyse
2
Ermittlung von Kompetenzlücken
3
Bestandsaufnahme der eigenen Ressourcen
4
Auswahl eines geeigneten Partners
5
Praktische Ausbildung
6
Nachbetreuung
7
Wissensaustausch zwischen den Einrichtungen
Langfristig ist es von grundlegender Bedeutung, dass die Beziehungen nicht ausschließlich
an einzelne Personen gebunden sind. Die Kooperationen müssen auf institutioneller Ebene
verankert werden, damit sie auch bei einem Wechsel der beteiligten Fachkräfte oder Führungskräfte
bestehen bleiben.
Grenzüberschreitendes Lernen
Erfahrungsaustausch im Rahmen des Com(p)AGE-Projekts
Die Fachkräfte aus Zala nahmen gemeinsam mit österreichischen Kollegen
Treffen, Studienreisen und Fachworkshops teilgenommen. Der grenzüberschreitende
Mehrwert liegt nicht im einfachen Kopieren einer Lösung, sondern darin, dass die
Fachkräfte beider Länder ihre jeweiligen Herausforderungen vergleichen und die
übertragbaren Elemente identifizieren.
Welche Kompetenzen fehlen genau in der lokalen Versorgung?
Gibt es hierfür einen geeigneten Ausbildungsweg?
Welche Akteure aus den Bereichen Bildung, Gesundheitswesen oder Hochschulbildung
könnten als Partner in Frage kommen?
Wie lässt sich die theoretische Ausbildung mit der praktischen
Praxis verbunden werden?
Wie lässt sich der alltägliche
Nutzen des erworbenen Wissens messen?
Verwandte Fachmaterialien
Dokumente zum Herunterladen
Zu diesem Inhalt gehören die von der SZGYF zur Verfügung gestellten
Ausbildungsprogramme und Fachdokumente sowie das „Segítség otthon“
praktisches Handbuch.“
▤
Ausbildungsprogramm für Demenzpflege
Ein berufsbezogenes und
Ausbildungsprogramm für alltägliche Pflegesituationen.
▤
Ausbildungsprogramm für allgemeine Pflege- und Gesundheitsassistenten
Fachdokument zum Ausbildungsprogramm.
▤
Handbuch „Hilfe zu Hause“
Ein praktischer Leitfaden für Familienangehörige, die ihre älteren Angehörigen zu Hause pflegen
.
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Com(p)AGE – Österreichisch-ungarische Zusammenarbeit zur Förderung
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