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Das „Zalai-Modell“ – von lokalen Bedürfnissen zur fachlichen Zusammenarbeit

18.09.2026
ZVÖ

Das Zala-Modell – aus lokalem Bedarf entstandene fachliche Zusammenarbeit

Wie lässt sich aus einem vor Ort erkannten Kompetenzdefizit ein funktionierendes Ausbildungsangebot und eine dauerhafte fachliche Partnerschaft entwickeln? Die Praxis in Zala zeigt, wie Sozialfürsorge, berufliche Bildung, Gesundheitswesen und Hochschulbildung miteinander verknüpft werden können.

Ich schaue mir die methodischen Schritte an ↓

Das Zalai-Modell HU · DE · EN

Fachartikel

Auf lokale Bedürfnisse zugeschnittene Ausbildung und fachliche Zusammenarbeit in der Altenpflege

Die Bezirksaußenstelle Zala der Generaldirektion für Soziales und Kinderschutz verbindet auf der Grundlage einer lokalen Bedarfsanalyse die Sozialeinrichtungen, die berufliche Bildung, das Gesundheitswesen und die Hochschulbildung miteinander. Zunächst wird genau ermittelt, welche Kenntnisse fehlen, und anschließend werden der passende Partner und die geeignete Ausbildungsform gefunden.

3

zu Hause in Zalaegerszeg

265

Kapazität

120 Personen

beschäftigte Fachkräfte

> 85 %

qualifizierte Mitarbeiter

Von lokalen Herausforderungen zu Entwicklungsaufgaben

Ausgehend von den tatsächlichen institutionellen Bedürfnissen

Aufgrund der aus vielen kleinen Dörfern bestehenden Siedlungsstruktur des Landkreises Zala stellt die Erreichbarkeit von Versorgungsangeboten an sich schon eine organisatorische Herausforderung dar. Hinzu kommen der Fachkräftemangel im Sozialbereich und die immer komplexer werdenden Kompetenzanforderungen in der Altenpflege.

Dem Ausbildungsportfolio ging eine Bedarfs- und Bedarfsanalyse voraus . Man ging nicht davon aus, welche Kurse verfügbar sind, sondern davon, welche im täglichen Betrieb der Einrichtungen welches Wissen fehlt.

ZALA · · · ÖSTERREICH

Interreg Com(p)AGE – grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Österreich und Ungarn

Das Ausbildungsportfolio basiert auf den tatsächlichen Bedürfnissen der Einrichtungen

Abgestimmte fachliche Zusammenarbeit

Ausbildung zum Sozialpfleger und zur Pflegekraft

Nach der Ausbildung zur Steigerung der Berufsqualifikationsquote rückte die Entwicklung spezieller Kompetenzen in den Vordergrund.

Ausbildung zum Demenzbetreuer

Die 17 Teilnehmer der ersten, 600-stündigen Ausbildung abgelegt, woraufhin eine neue Gruppe mit 25 Teilnehmern startete.

Allgemeine Pflege- und Gesundheitsassistenz

An dem Programm nahmen 17 Mitarbeiter teil, die fast 700 Stunden praktische Erfahrung im Krankenhaus sammelten.

Ausbildung zum Physiotherapeuten

Die Studierenden sammeln Erfahrungen in einem realen institutionellen Umfeld Erfahrungen, während die Einrichtung an hochschulisches Wissen angebunden ist.

Das Partnerschaftsmodell ist entscheidend

Die soziale Einrichtung ermittelt den Bedarf, die berufliche Bildung stellt den Ausbildungsrahmen bereit, und das Gesundheitswesen liefert das Fachwissen und das praktische Umfeld.

Einblick in das institutionelle Programm des Zalai-ModellsEinblick in das institutionelle Programm des Zalai-ModellsEinblick in das institutionelle Programm des Zalai-Modells

Auch die Hochschulbildung ist Teil des Fachnetzwerks

Bewegung und Teilhabe sollen eine positive Erfahrung bleiben

Die Anwesenheit eines Physiotherapeuten stärkt einen wichtigen Pflegeansatz : Man muss nicht alles anstelle des älteren Menschen erledigen. Das Ziel ist es, ihn dabei zu unterstützen, seine eigenen Fähigkeiten so lange wie möglich zu nutzen.

Im Seniorenheim „Levendula“, Weizenblume und Vergissmeinnicht-Seniorenheim tragen Bewegungsübungen, Aufgaben zur Gedächtnisförderung, Tischtennis und Aktivitäten mit Hunden dazu bei, die Aktivität aufrechtzuerhalten.

Der Schlüssel zum Modell

Es werden keine Kurse, sondern ein System aufgebaut

Die soziale Einrichtung ist kein passiver Auftraggeber. Sie beteiligt sich an der Problemdefinition, sucht Partner, bringt ihr eigenes praktisches Wissen in die Ausbildung ein, stellt Räumlichkeiten zur Verfügung und beobachtet anschließend, wie die neuen Kompetenz genutzt wird.

1

Bedarfsanalyse

2

Ermittlung von Kompetenzlücken

3

Bestandsaufnahme der eigenen Ressourcen

4

Auswahl eines geeigneten Partners

5

Praktische Ausbildung

6

Nachbetreuung

7

Wissensaustausch zwischen den Einrichtungen

Langfristig ist es von grundlegender Bedeutung, dass die Beziehungen nicht ausschließlich an einzelne Personen gebunden sind. Die Kooperationen müssen auf institutioneller Ebene verankert werden, damit sie auch bei einem Wechsel der beteiligten Fachkräfte oder Führungskräfte bestehen bleiben.

Grenzüberschreitendes Lernen

Erfahrungsaustausch im Rahmen des Com(p)AGE-Projekts

Die Fachkräfte aus Zala nahmen gemeinsam mit österreichischen Kollegen Treffen, Studienreisen und Fachworkshops teilgenommen. Der grenzüberschreitende Mehrwert liegt nicht im einfachen Kopieren einer Lösung, sondern darin, dass die Fachkräfte beider Länder ihre jeweiligen Herausforderungen vergleichen und die übertragbaren Elemente identifizieren.

Welche Kompetenzen fehlen genau in der lokalen Versorgung?

Gibt es hierfür einen geeigneten Ausbildungsweg?

Welche Akteure aus den Bereichen Bildung, Gesundheitswesen oder Hochschulbildung könnten als Partner in Frage kommen?

Wie lässt sich die theoretische Ausbildung mit der praktischen Praxis verbunden werden?

Wie lässt sich der alltägliche Nutzen des erworbenen Wissens messen?

Verwandte Fachmaterialien

Dokumente zum Herunterladen

Zu diesem Inhalt gehören die von der SZGYF zur Verfügung gestellten Ausbildungsprogramme und Fachdokumente sowie das „Segítség otthon“ praktisches Handbuch.“

Ausbildungsprogramm für Demenzpflege

Ein berufsbezogenes und Ausbildungsprogramm für alltägliche Pflegesituationen.

Dokument öffnen →

Ausbildungsprogramm für allgemeine Pflege- und Gesundheitsassistenten

Fachdokument zum Ausbildungsprogramm.

Dokument öffnen →

Handbuch „Hilfe zu Hause“

Ein praktischer Leitfaden für Familienangehörige, die ihre älteren Angehörigen zu Hause pflegen .

Leitfaden öffnen →

Verwandte Inhalte

Wählen Sie aus, inwiefern das Thema für Sie relevant ist

Ich bin eine Organisation

Identifizieren Sie den tatsächlichen Kompetenzmangel und bauen Sie eine funktionierende Partnerschaft auf.

Ich lerne die Methode kennen →

Ich möchte mich weiterbilden

Suchen Sie nach Wissen, das auch in alltäglichen Pflegesituationen angewendet werden kann.

Ich schaue mir die Schulungsunterlagen an →

Ich brauche Unterstützung

Pflegen Sie einen älteren Angehörigen zu Hause? Mit der richtigen Unterstützung müssen Sie nicht alles alleine bewältigen.

Ich lade das Handbuch herunter →

Com(p)AGE – Österreichisch-ungarische Zusammenarbeit zur Förderung