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Ziele setzen in der nachberuflichen Phase

29.09.2026
Stephanie Puck

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Mit dem Ende des Berufslebens fällt eine wichtige Struktur weg: feste Arbeitszeiten, Aufgaben, Kolleginnen und Kollegen. Für viele Menschen ist der Ruhestand eine große Erleichterung, für manche aber auch eine Herausforderung, weil plötzlich eine wichtige Quelle von Sinn und Tagesstruktur fehlt. Genau hier helfen bewusst gesetzte Ziele.

Ziele geben dem Alltag eine Richtung und ein Gefühl von Sinn. Studien zeigen, dass Menschen mit klaren, persönlich bedeutsamen Zielen zufriedener sind und sich seelisch stabiler fühlen, auch und gerade nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben. Die Ziele müssen dabei nicht groß: Es zählt, dass sie zur eigenen Lebensphase passen und wirklich aus einem selbst kommen.

 

Wie gute Ziele in dieser Lebensphase aussehen

  • Persönlich statt vorgegeben.

Ziele wirken am besten, wenn sie den eigenen Werten und Interessen entsprechen – nicht dem, was andere erwarten.

  • Konkret statt vage.

„Mehr Zeit für Bewegung" ist noch sehr unspezifisch, hingegen dazu wirkt „Dreimal die Woche spazieren gehen" schon konkreter.

  • Realistisch, aber mit etwas Schwung.

Ziele sollten erreichbar sein, aber auch eine kleine Herausforderung enthalten, damit sie motivieren.

  • In kleinen Schritten formuliert.

Ein großes Ziel lässt sich leichter erreichen, wenn es in überschaubare Etappen unterteilt wird.


Hier sind einige Ideen für die nachberufliche Phase

  • Neues lernen: eine Sprache, ein Instrument, digitale Fähigkeiten.
  • Sich engagieren: ein Ehrenamt, ein Verein, eine Aufgabe in der Gemeinde.
  • In Beziehung bleiben: regelmäßiger Kontakt zu Familie, alten Freunden oder neuen Bekanntschaften.
  • Auf den Körper achten: feste Bewegungsroutinen, gesunde Ernährung, guter Schlaf.
  • Etwas weitergeben: Erfahrungen, Wissen oder Zeit mit anderen teilen, etwa durch Mentoring.

Wichtig ist, dabei sich selbst nicht unter Druck zu setzen. Ziele in dieser Lebensphase dürfen sich wandeln, wenn sich die eigenen Bedürfnisse verändern. Das ist kein Scheitern, sondern ein natürlicher Teil des Prozesses. Wer sich regelmäßig fragt „Was tut mir gerade gut? Was gibt mir Sinn?", findet leichter zu Zielen, die wirklich zum eigenen Leben passen. So kann die nachberufliche Phase zu einer erfüllten, selbstbestimmten Zeit werden.

 

Quellen:

https://www.dza.de/

https://www.bagso.de/

www.stiftung-gesundheitswissen.de/

https://www.pflege.de/pflegewissen/ruhestand/

 

https://pixabay.com/de/photos/wegweiser-wegzeiger-holz-maserung-235079/