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Styria Vitalis – VIVA-Projekt

27.10.2026
Zala Megyei Önkormányzat

Gemeinsam gegen die Einsamkeit: Wie schafft „Styria Vitalis“ mit dem VIVA-Projekt neue Kontakte im Alter?

Persönliche Besuche, geschulte Freiwillige und starke lokale Netzwerke: Das steirische VIVA-Projekt zeigt, wie Gemeinden älteren Menschen helfen können, auch in schwierigen Lebenssituationen den Kontakt zu anderen Menschen aufrechtzuerhalten.

 

In vier Gemeinden: Neues Projekt soll gegen Einsamkeit im Alter wirken

 

Wenn die gewohnten Kontakte immer seltener werden

Ein Gespräch bei einer Tasse Kaffee, ein gemeinsamer Spaziergang oder jemand, der uns regelmäßig besucht: Solche Begegnungen können im Alltag viel bedeuten. Im höheren Lebensalter ändern sich soziale Beziehungen jedoch manchmal unerwartet . Durch den Verlust eines nahen Angehörigen, gesundheitliche Einschränkungen oder die Unmöglichkeit, gewohnte Aktivitäten auszuüben, kann der Kontakt zur Gemeinschaft abbrechen.

Das Alleinleben bedeutet jedoch nicht automatisch Einsamkeit. Entscheidend ist, ob die Menschen über die von ihnen gewünschten sozialen Beziehungen verfügen und ob sie Möglichkeiten zur Teilnahme am Gemeinschaftsleben finden.

Eine Antwort auf diese Situation bietet das Projekt VIVA – Vernetzt. Integriert. Vital im Alter (Vernetzt. Integriert. Vital im Alter). Das Projekt von Styria Vitalis und der Diözese Graz-Seckau hat das klare Ziel, dass ältere Menschen in schwierigen Lebenssituationen nicht auf sich allein gestellt bleiben.

Zwischen 2026 und 2028 werden in vier steirischen Gemeinden lokale Netzwerke aufgebaut, um Einsamkeit im Alter vorzubeugen. Die Initiative verbindet persönliche Unterstützung, ehrenamtliches Engagement, digitale Hilfe und die Zusammenarbeit mit bereits bestehenden Einrichtungen.

Styria Vitalis

Vier Gemeinden, ein gemeinsames Ziel

Die vier Gemeinden des VIVA-Projekts liegen in der Region Ost-Obersteiermark.

In den Gemeinden Eisenerz, Kapfenberg, Leoben und Trofaiach ist es das Ziel, die Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Kirchengemeinden, Sozial- und Gesundheitseinrichtungen sowie Freiwilligen zu stärken.

Die Grundidee ist einfach: Nicht jede Gemeinde muss alle Dienstleistungen von Grund auf neu aufbauen. Oft gibt es bereits gemeinschaftliche Treffpunkte, Vereine, Beratungsstellen oder soziale Initiativen. Wichtig ist, dass diese sichtbar und für einander leichter zugänglich gemacht werden und dass auch diejenigen angesprochen werden, die die bestehenden Angebote bisher kaum genutzt haben.

Zu diesem Zweck plant VIVA mehrere, sich gegenseitig ergänzende Maßnahmen:

  • Aufbau lokaler Netzwerke zur Vorbeugung von Einsamkeit.
  • Schulung von insgesamt 40 ehrenamtlichen Helfern.
  • Vermittlung persönlicher Hausbesuche und Unterstützung bei der Nutzung digitaler Dienste.
  • Einrichtung einer digitalen Übersichtsplattform über lokale Programme, Treffpunkte und Ansprechpartner.
  • Einbeziehung älterer Menschen in die Bewertung und Weiterentwicklung von Begegnungsmöglichkeiten.

 

Zeit schenken: Wie funktioniert der VIVA-Besuchsdienst?

Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist der ehrenamtliche Besuchsdienst. Diejenigen, die gerne eine solche Rolle übernehmen, werden darauf vorbereitet, älteren Menschen regelmäßig im Alltag Gesellschaft zu leisten.

Im Mittelpunkt stehen die zwischenmenschlichen Beziehungen: dem anderen zuhören, sich unterhalten, gemeinsame Interessen entdecken und Zeit miteinander verbringen. Ein einzelner Besuch kann dazu beitragen, bestehende Beziehungen zu pflegen oder den Kontakt zu anderen Menschen und Aktivitäten wieder zu erleichtern.

Dieser Ansatz kann insbesondere für diejenigen hilfreich sein, denen der Weg zu den Veranstaltungen schwerfällt oder deren soziale Kontakte nach einem einschneidenden Lebensereignis nachgelassen haben.

Die Vorbereitung der Freiwilligen wird durch das fünfmodulige VIVA-Schulungsprogramm unterstützt:

Modul

Was lernen die Freiwilligen?

Kontaktaufnahme

Vertrauensaufbau, Förderung sozialer Kompetenzen und verständliche Vermittlung digitaler Kenntnisse

Gespräche anstoßen

Verständnis für die Lebenssituation älterer Menschen, Berücksichtigung von Teilhabe und Selbstversorgung

Das Gespräch aufrechterhalten

Kennenlernen einer Gesprächsführung, die die Menschenwürde in den Mittelpunkt stellt

Einblick in die Welt anderer

Aufmerksames Erkennen kultureller und spiritueller Bedürfnisse

Den angemessenen Abschluss der Begegnungen gestalten

Den Besuch angemessen beenden und sich verabschieden

Die Schulung umfasst fünf Termine mit insgesamt 17,5 Stunden und ist kostenlos.

Styria Vitalis

Melden Sie sich jetzt an: kostenlose Schulungen und Termine

Leoben – Schulung für ehrenamtliche Besucherbetreuer

Ab November 2026

6., 20. und 27. November 2026 sowie 4. und 11. Dezember

Jedes Mal von 16:00 bis 19:30 Uhr

Begegnungszentrum Lerchenfeld, TOP 1, Leoben

Kapfenberg – Ausbildung zum ehrenamtlichen Besucherbetreuer

2026. 16., 23. und 30. September sowie 7. und 14. Oktober, jeweils 16:00–19:30 Uhr. Veranstaltungsort: Pfarrhof St. Oswald, Kapfenberg. Letzter Termin: 14. Oktober 14.

Trofaiach – Ausbildung zum ehrenamtlichen Besucherbetreuer

2026. 17. und 24. September sowie 1., 8. und 15. Oktober, jeweils 16:00–19:30 Uhr. Ort: SEELsorgeRAUM, Kirchplatz 2, 8793 Trofaiach. Letzter Termin: 15. Oktober

Anmeldung und Informationen

Monika Brottrager-Jury

Diözese Graz-Seckau · VIVA-Projektteam

+43 676 8742 6859

monika.brottrager-jury@graz-seckau.at

Über freie Plätze und spätere Schulungstermine können Sie sich direkt bei der Ansprechperson erkundigen.

Die aufgeführten Schulungstermine stammen aus der Ausschreibung für Herbst 2026.