PRESSEINFORMATION · NACHBERICHT
Gemeinsam statt einsam: Über 130
Menschen machen den Dialogtag in Graz zum Fest der Begegnung
Graz, 2. Oktober 2026. Was
passiert, wenn man Einsamkeit nicht nur bespricht, sondern ihr gemeinsam etwas
entgegensetzt? Die Antwort gaben heute mehr als 130 Teilnehmende beim
Partizipativen Dialogtag gegen Einsamkeit in den AK-Kammersälen Graz: einen Tag
voller Gespräche, neuer Kontakte und echter Begegnung – über Generationen,
Berufe und sogar Landesgrenzen hinweg.
Ein
Saal voller Leben
Schon am Vormittag füllten sich
die langen Tischreihen im festlichen Kammersaal. Unter dem Motto „Gemeinsam
statt einsam“ lud der Dialogtag dazu ein, offen, wertschätzend und auf
Augenhöhe miteinander ins Gespräch zu kommen. Durch den Tag führte Moderator
Johannes Gorbach BA BA MA.
Von 10 bis 16 Uhr wechselten sich
inspirierende Impulsvorträge, Dialogrunden und Begegnungsstationen ab. An den
Infoständen zeigten Organisationen aus Sozialarbeit, Gesundheit, Bildung und
Zivilgesellschaft, welche konkreten Angebote und Hilfsmaßnahmen es gegen
Einsamkeit bereits gibt. Schülerinnen und Schüler, Fachleute, Ehrenamtliche und
Interessierte saßen dabei Seite an Seite.
Die Stimmung war von der ersten
Minute an herzlich und lebendig. Besonders das gemeinsame Mittagessen wurde zum
Treffpunkt: Hier entstanden spontane Gespräche, Visitenkarten wechselten die
Besitzer, und manche Tischnachbarschaft wurde zur neuen Bekanntschaft.
Auch die Grenzregion war spürbar
mit dabei: Gäste aus Ungarn tauschten sich zweisprachig aus – ein lebendiges
Zeichen dafür, dass Einsamkeit keine Grenzen kennt, Verbundenheit aber auch
nicht.
„Begegnungen“
– das Wort des Tages
Worauf freuen sich die
Teilnehmenden am meisten? Die Live-Umfrage im Saal ergab eine eindeutige
Antwort: Begegnungen, Austausch, Gespräche, Vernetzung und Kontakte
standen ganz oben in der Wortwolke.
Wortwolke:
Antworten der Teilnehmenden auf die Frage, worauf sie sich beim Dialogtag
freuen
Dahinter zeigte sich die ganze
Bandbreite des Tages: neue Perspektiven, interessante Impulse, Ideen sammeln,
neue Menschen kennenlernen und schöne Dialoge. Auch auf Ungarisch kamen
Antworten – etwa der Wunsch nach neuen Kontakten und gemeinsamen Gesprächen.
Manche wollten schlicht ihr Deutsch verbessern, andere freuten sich ganz
ehrlich aufs Mittagessen.
Genau das ist die Botschaft des
Tages: Der erste Schritt aus der Einsamkeit ist oft ein einfaches Gespräch.
„Man
ist nicht allein“ – Stimmen zum Abschluss
Am Ende des Tages wurde noch
einmal abgestimmt – diesmal darüber, was die Teilnehmenden mitnehmen. Ganz oben
standen jetzt neue Kontakte, Begegnungen, Dankbarkeit, Austausch und gute
Gespräche. Einige Rückmeldungen im Wortlaut:
„Gemeinsam statt einsam.“
„Man ist nicht allein.“
„Vernetzung tut gut.“
„Einsamkeit ist vielfältig – ein
Thema, viele Zugänge.“
„Scheuklappenöffnung.“
„Tanultam.“
(Ungarisch: „Ich habe gelernt.“)
„So viel Danke für den Tag – danke
ans Team dahinter!“
Und
manche Rückmeldung war einfach ehrlich: „Jetzt bin ich müde.“ Ein schöneres
Kompliment für einen intensiven, bewegenden Tag gibt es kaum.
Wortwolke
zum Abschluss: Rückmeldungen der Teilnehmenden zum Dialogtag
Der
Tag in Bildern: Live-Graphic-Recording
Parallel zu Vorträgen und
Dialogrunden entstand ein Graphic Recording von René Mitrovic (@mintp00l), das
die Gedanken des Tages live in Bilder übersetzte. Die Bildgeschichte beginnt
mit einer klaren Botschaft: „Einsamkeit hat kein Alter.“ Sie trifft
ältere Menschen ebenso wie junge Mütter, Menschen mit Migrationsgeschichte oder
Kolleg:innen am Arbeitsplatz. Und sie hat nie nur einen Grund: Verlust,
Krankheit, finanzielle Sorgen, eine neue Sprache, fehlende Kontakte oder die
digitale Welt greifen ineinander.
Vor allem aber erzählt das
Recording vom Weg hinaus: von Ehrenamt, Telefonaten und Veranstaltungen, vom
Mut, sich trotz Angst und schlechter Erfahrungen wieder zu öffnen – und von der
ermutigenden Erkenntnis „Kleine Schritte bringen dich weit.“ Ein Kaffee,
eine Parkbank, ein Anruf, gemeinsame Interessen von Yoga bis Bingo:
Verbundenheit beginnt oft ganz klein. Das Schlussbild zeigt, wie die
Com(p)AGE-Plattform dabei unterstützt – mit Veranstaltungen, Bildungs- und
Sozialangeboten, dem Teilen von Wissen und Praxis sowie der Vernetzung von
Freiwilligenarbeit, damit Menschen in Verbindung bleiben.
„Wie
überwindest du Einsamkeit?“ – Graphic Recording vom Dialogtag. © René Mitrovic
(@mintp00l)
Wie
die Com(p)AGE-Plattform hilft, in Verbindung zu bleiben. Graphic Recording ©
René Mitrovic (@mintp00l)
GEMEINSAM GEGEN EINSAMKEIT – JETZT AUF INSTAGRAM
MITMACHEN!
Der Dialogtag war ein Anfang – die Bewegung geht weiter.
Mit der Kampagne „Gemeinsam gegen Einsamkeit“ trägt die Diözese
Graz-Seckau die Botschaft des Tages hinaus: mit Geschichten, Impulsen und
konkreten Angeboten, die Mut machen, den ersten Schritt zu gehen.
Folgen, liken, teilen – und weitersagen! Jeder geteilte Beitrag kann für
einen Menschen der Anstoß sein, wieder in Kontakt zu kommen.
Wie
überwindest du Einsamkeit? Erzähl es uns – gemeinsam statt einsam.
Hintergrund
Veranstalterin des Partizipativen
Dialogtags gegen Einsamkeit war die Diözese Graz-Seckau – als
Stakeholder-Format im Rahmen des Interreg-AT-HU-Projekts Com(p)AGE, das
im Programm Interreg Österreich–Ungarn von der Europäischen Union kofinanziert
wird. Com(p)AGE stärkt grenzüberschreitend soziale Teilhabe und Lebensqualität
älterer und von Einsamkeit betroffener Menschen.
Der Dialogtag bildete zugleich
einen Höhepunkt der Kampagne Yellow September, die einen Monat lang auf
das Thema Einsamkeit aufmerksam gemacht hat. Ein herzliches Dankeschön gilt
allen Vortragenden, Ausstellenden, Partnerorganisationen, Fördergebern und dem
Team der AK Steiermark für die Gastfreundschaft.
Weiterführende Links:
Hier finden Sie die Präsentation vom Dialogtag gegen Einsamkeit inkl. dem Graphic Recording, sowie die Workshopunterlagen vom grenzübergreifenden Austausch am 1.10.2026.
Weitere Bilder vom Dialogtag gegen Einsamkeit am 2.10.2026 sind hier zu finden.
Schauen Sie gerne in unserer Materialsammlung vorbei!
Pressekontakt
Mag. iur. Martina María Linzer
Projektmanagerin Com(p)AGE, Leiterin Referat für Förderungen
Diözese Graz-Seckau, Bischofplatz 4, 8010 Graz
E-Mail:
martina.linzer@graz-seckau.at | Telefon: 0676 8742-2825
Bildmaterial: Fotos vom Dialogtag, das Graphic
Recording und die Wortwolken der Teilnehmenden stehen auf Anfrage zur
Verfügung. Foto © Gerd Neuhold. Graphic Recording © René Mitrovic (@mintp00l).
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